Gesprächsrunde mit OB Peter Hanke 27.09.2017

 Stammtisch ist Tradition beim Gewerbeverein Pirna

Am 27. September 2017 hatte der Gewerbeverein Pirna den Oberbürgermeister unserer Stadt, Klaus Peter Hanke, eingeladen, um Fragen unserer Mitglieder zum Ausgang der Bundestagswahl zu beantworten und Vorhaben der Stadtverwaltung zu erläutern.

Ein solches Treffen findet seit vielen Jahren jedes Jahr einmal statt. Der Unternehmerstammtisch im Bootshaus Pirna war gut besucht. Nach der Begrüßung durch unseren Vorsitzenden, Tilo Kalkreiber, übernahm unser stell-
vertretender Vorsitzender, Sven Vater, die Moderation der Veranstaltung.

Er kündigte fünf Themen an:
- Auswirkungen der Bundestagswahl für unseren Landkreis
- Staufalle Pirna
- Industriepark Oberelbe
- Stadtfinanzen
- „Weißes Ross" als Kulturstätte

Zu Beginn erläuterte Herr OB Hanke die unverschuldete Verschlechterung des Images unserer Stadt durch das Wahlergebnis, das sich auf den Tourismus negativ auswirken wird.

Die Stausituation wird sich auch nach Abschluss der Bauarbeiten zur Beseitigung der Hochwasserschäden von 2013 bis zur Fertigstellung der Südumfahrung Pirnas nicht ändern. Allerdings soll das innerstädtische Parkproblem durch den Bau eines Parkhauses an der Klosterstraße für Bewohner entschärft werden.

In der Diskussion wurde eine stärkere Unterstützung seitens der Stadt für unser alljährliches Maibaumsetzen als Stadtveranstaltung angemahnt. Der OB machte auf geltende Regeln für die Vereinsförderung aufmerksam und schlug vor, dass unser Gewerbeverein einen stärkeren politischen Einfluss auf den Stadtrat ausüben müsse.

Der Industriepark Oberelbe ist auf gutem Weg. Mit allen Stakeholdern wurde gesprochen. Die Finanzierung ist gesichert. Die Flächen werden dringend gebraucht. Vorplanungen sind weit fortgeschritten. Es soll ein Zweckverband aus den Gemeinden Pirna, Heidenau und Dohna gebildet werden.

Die Stadtfinanzen sind solide. Es gibt genügend Rücklagen. Es werden jährlich Millionen in den Bau von Bildungseinrichtungen investiert. Es wurde eine Liquiditätsgemeinschaft zwischen allen Tochtergesellschaf-
ten der Stadt gegründet, um die Finanzbedarfe und ihre Kosten zu optimieren.

Um das Weiße Ross als zentrale Kulturstätte der Kreisstadt gab es eine kontroverse Diskussion. Der Oberbürgermeister begründete ausführlich, warum die Sanierung des vorhandenen Gebäudes an diesem Standort sinnvoll und vernünftig ist. Leider gibt es bisher im Stadtrat keine Mehrheit dafür.

Ein weiteres drängendes Problem war der zunehmende Leerstand von Geschäften in der Innenstadt. Der OB informierte, dass Pirna ein gefördertes Pilotprojekt für die Digitalisierung der Innenstadt werden soll. Dabei geht es um eine App, in die alle Händler aufgenommen werden sollen und die den Kunden detaillierte Informationen über Angebot und Öffnungszeiten gibt. Damit soll die Innenstadt belebt werden.
Das Ergebnis der lebhaften Diskussion war, dass bestimmte Traditionen gepflegt und über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gemacht werden müssen.

Wir sollten auch die Zusammenarbeit mit der Stadtentwickungsgesellschaft und dem Stadtmarketing intensivieren, um eine größere Aussenwirkung zu erzielen. In der Diskussion ging es weiterhin um die Parkplatzsituation, die Bedeutung von Fördermitteln ,die allgemeine Entwicklung von Kosten für Gewerbetreibende in unserer Stadt.

Am Ende waren alle Teilnehmer zufrieden und um viele Erkenntnisse reicher.

Dr. Arndt Ullmann